3 inspirierende Social Media Kampagnen für mehr Besucher am POS

Die meisten Marken haben Facebook & Co. als Interaktionsplattform mit ihrer Zielgruppe in ihr Marketing integriert. Jetzt rüsten die Unternehmen zur Vertriebsoffensive, um mit Social Media gezielt den Umsatz zu steigern.

Social Media

Web to Store: Domino‘s Pizza lässt Kunden über Twitter Price-Manager spielen

In Großbritannien hat die Kette Domino’s Pizza Kunden einen triftigen Grund geliefert, sich an der unternehmensgeführten Twitter-Kampagne zu beteiligen: Je öfter der Hashtag #letsdolunch getwittert wurde, desto billiger wurde die angebotene Pizza Pepperoni Passion. Pro Tweet wurde der ursprüngliche Preis der Pizza um einen Penny gesenkt. Diese Twitter-Aktion dauerte insgesamt nur zwei Stunden (von 9 bis 11 Uhr am fünften März), brachte insgesamt aber so viele Tweets, dass der Preis von £15.99 auf £7.74 sank.  Eine ähnliche Social Media Kampagne für den Vertrieb gab es auch in Irland, wo mit dem Hashtag #pizzalunch der Preis von 20 Euro auf 13.24 Euro verbilligt wurde.

Domino’s hat es verstanden, dem Kunden nicht nur einen Anreiz zur Teilnahme, sondern gleichzeitig eine Motivation zum Aufsuchen des POS vor Ort zu bieten. Gerade im indirekten Vertrieb ist es wichtig, die Kommunikationsaktionen mit dem gesamten Vertriebsnetz zu verknüpfen. Nur so wird allen Beteiligten der Mehrwert der Maßnahme bewusst und bleibt langfristig im Gedächtnis verankert. Der Social Media Einsatz im Unternehmen muss dementsprechend zielgerichtet geplant werden.

pizza

Gelungene Twitterkampagne von Domino’s Pizza: Je mehr Leute den Hashtag #letsdolunch twitterten, desto billiger wurde das beliebteste Gericht der italienischen Küche.
Quelle: http://www.simplyzesty.com/advertising-and-marketing/dominos-uk-use-tweets-to-knock-down-the-price-of-pizza/

Dänischer Schokoladenhersteller führt über Facebook neue Währung ein

Anthon Berg, ein dänischer Schokoladenhersteller, hat auf innovative Weise Kunden auf sich aufmerksam gemacht. In einer Imagekampagne hat er Schokolade gegen gute Taten anstelle von Geld eingetauscht. Für diese Aktion hat die Marke ihren POS umgebaut und so bereits im Voraus Passanten auf sich neugierig gemacht. Um die Kommunikation nicht am POS abklingen zu lassen, hat der Däne Facebook in die Kampagne integriert. Wer sich dazu entschied, mit guten Taten zu „bezahlen“, musste sich im Geschäft über Ipads auf Facebook einloggen und die gute Tat einem Freund zuordnen. Entschloss sich ein Kunde etwa eine Woche lang nicht den Fahrstil der Freundin zu kommentieren, so erschien dieser „Kauf“ als Pinnwandeintrag mit Verweis auf den gegründeten „Generous Store“. Durch die so veröffentlichten Beiträge, wurde nicht nur vor Ort, sondern auch online ein positives Markenimage geschaffen.

Eine solche Social Media getragene Imagekampagne kostet das Unternehmen im ersten Moment zwar materielle Ressourcen, gleicht dies aber durch den Gewinn an immateriellen Ressourcen wie Bekanntheit und positive Reputation reichlich aus. Von diesen profitiert wiederum das gesamte Vertriebsnetz. Ein erfolgreiches Beispiel, wie sich Social Media in das Retail Marketing integrieren lassen, ohne die POS zu vernachlässigen.

Quelle:   http://www.youtube.com/watch?v=_cNfX3tJonw

Mit dem Generous Store stellt der Däne Anthon Berg ein neues Geschäftsprinzip vor. Die Imageaktion gekoppelt an Social Media sorgt für Markenbekanntheit und eine positive Reputation.

RadioShak animiert Kunden Handys über Tweets zu gewinnen

RadioShack, eine amerikanische Elektrogeschäftskette hatte die Idee, über Twitter ein interaktives Game zu animieren. Um ein neues Produkt von Verizon Wireless zu bewerben, hat das Unternehmen eine Hashtag-Kampagne gestartet. Dazu wurden am POS mehrere Verizon Handys auf einen Tisch gelegt. Sobald jemand den Hashtag #kindofabigdeal getwittert hat, vibrierten diese Handys. Durch die Vibration sollte letztendlich bewirkt werden, dass die auf den Tisch gelegten Handys irgendwann herunterfallen. Derjenige, der den ausschlaggebenden Tweet gesendet hat, erhielt dann das Handy kostenlos. Die Social Media Kampagne des Unternehmens führte zu über 80 000 @RadioShack Erwähnungen auf Twitter.

Durch die Verbindung von Social Media mit POS konnte auch in diesem Fall sichergestellt werden, dass der Retail in der Kommunikation zum Ausdruck kommt.

radioshak

Quelle: http://www.funkyhat.com/radioshack_verizon.shtml

Bei der RadioShack Tweetkampagne konnten Teilnehmer durch Tweets auf einen Tisch gelegte Handys zu Fall bringen und dadurch Preise gewinnen.

Fazit

Zusammengefasst lässt sich festhalten, dass im Retail immer wichtiger wird, die Online Kommunikation mit den POS zu verbinden (Web to Store). Das Vertriebsnetz aktiv an der Social Media Kommunikation des Unternehmens zu beteiligen, führt nicht nur zu einer höheren Bekanntheit gesamt, sondern animiert die Retailer vor Ort zudem, sich lokal für die Marke stark zu machen. Dies schafft intern ein positives Markenerlebnis.

Um eine Social Media Kampagne im Retail für die Verbraucher interessant zu machen, ist es wichtig ihnen einen wirklichen Kundennutzen zu bieten. Die Faktoren des Retailing Mix wie Preis, Lage des POS und die Customer Experience bleiben dabei nach wie vor einer der wichtigsten Faktoren bei der Kaufentscheidung.

Nicht nur mit Social Media, auch mit Digital In-Store kann der POS fester Bestandteil des Multichannel Marketing sein. Lesen Sie dazu unseren Artikel Digital In-Store: Energiequelle für den stationären Handel !

 

Author: die Redaktion

Wir sind Designer, Projektmanager, Entwickler, Vertriebler, Strategen oder Traffic-Manager innerhalb der digitalen Kommunikationsagentur MOONDA. Wir teilen hier mit Ihnen unsere Überlegungen und sprechen über das, was uns inspiriert, berührt, herausfordert oder auch amüsiert.

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