Digitaler Showroom: Zu Gast im neuen Berliner O2 Concept Store

Auf einer Shoppingtour am Berliner Ku´damm kommt man nicht umher, ihn zu bemerken: Den neu- eröffneten O2-Showroom. Was an ihm anders ist und wie er gefällt – Journalistin Anna Maria Renner testet für Crossretail.de den neuen Concept Store.

O2 concept store showroom

Mit seinen 350m² sieht er zunächst aus wie ein viel zu großer Shop, doch bei näherem Hinsehen, verbirgt sich dahinter einiges mehr.

Ein Shop, nicht für den Abverkauf, so John McGuigan, Chief Service & Sales Officer bei Telefónica Deutschland, sondern für Beratung und Erlebnis. In der heutigen Zeit des Multichannels und der zunehmend transparenten Preiskonkurrenz verändert sich die Rolle des Einzelhandels: der Ladenbesuch soll zum Erlebnis und zum echten Kontaktpunkt mit der Marke werden; denn kaufen kann man heute jederzeit auch im Internet.

Customer Experience im Zentrum des Showroom

Das Erste, was einem im O2 Concept Store auffällt, ist die Atmosphäre. Der Showroom hat einen modernen Stil und ist zugleich sehr schlicht und stimmig aufgebaut. Bei näherem Hinsehen erkennt man: Die Wände sind von jungen Berliner Künstlern gestaltet.

Schon bei Betreten des Ladens wird man von elektronischer Launch-Musik begrüßt. Ein Mitarbeiter des Showrooms präsentiert das Thema Musik und Smartphone auf ganz besondere Weise: Auf einem runden Tisch lassen sich verschiedene Würfel mit unterschiedlichen Funktionen wie Lautstärke, Bass, Soundeffekte ablegen, die durch Drehen oder Bewegen betätigt werden können. Das Ganze ist eine faszinierende Spielerei und macht neugierig darauf, was es sonst noch zu entdecken gibt.

Dies ist das Konzept des Showrooms. Es soll nicht das Gefühl vermittelt werden, der Kunde muss etwas kaufen, sondern es sollen vielmehr die Emotionen des „Gastes“, wie die Mitarbeiter sie nennen, geweckt werden.

show room O2 concept store

Der Andrang ist bereits groß: Um mit Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen, muss man eine Zeit lang warten. Ist man einmal an der Reihe, kann man sich umfassend beraten lassen, die Mitarbeiter sind aber auch offen, einfach über das Konzept des Showrooms und ihre Arbeit ins Gespräch zu kommen.

Ein Shop zum Ausprobieren

In der „Explore Zone“ kann der Gast verschiedene Geräte und Applikationen ausprobieren, alle Smartphones sind voll funktionstüchtig und zum Testen bereit – im Gegensatz zu normalen Geschäften, wo sie teilweise gesperrt sind und nur geringfügig ausprobiert werden können.

show room O2 concept store produkte testen

Die Produkte zum Verkauf hängen an den Wänden und wirken eher wie eine Galerie, als ein normales Geschäftsregal.

show room O2 concept store merchandising

show room O2 concept store merchandising

Ein Shop zum Entspannen

Weiter hinten im Geschäft befindet sich eine Bar sowie eine Sofalandschaft, die für eine entspannte Atmosphäre sorgen und zum Verweilen einladen. 

show room O2 concept store bar chill zone

Ein Shop für Kultur und Lernen

Die große Fläche des Shops hat einen Sinn: sie dient Veranstaltungen wie Konzerten und thematischen Workshops. So können vor allem ältere Leute Kurse besuchen, in denen ihnen erklärt wird, wie genau sie ihr Smartphone nutzen können. Das ist auch möglich, wenn man keinen O2- Vertrag hat.

show room O2 concept store event chill zone

Mein Fazit zum Showroom

Die Idee des O2 Concept Stores ist sehr innovativ und die Umsetzung in diesem Showroom ist hervorragend gelungen. Es wurde auf jedes Detail geachtet, von der Gestaltung des Ladens, über die Wahl der Farben und Geräte, bis hin zu bequemen Sitzmöglichkeiten und einem kühlen Getränk nach einer langen Shoppingtour.

Der Laden macht einfach Lust auf technische Geräte und selbst für weniger versierte Leute bietet er die Möglichkeit, sich auf spielerische Weise mit den Geräten zu beschäftigen.

Retail Konzept der Zukunft?

Das Konzept ist noch relativ neu, scheint aber bereits jetzt gut angenommen zu werden und wird sich wahrscheinlich vor allem im technischen Bereich weiter ausbauen. Ganz durchsetzen wird es sich wahrscheinlich nicht, sagte ein Mitarbeiter. Aber das ist auch gar nicht das Ziel. Es soll lediglich eine Ergänzung zum normalen Shop sein, um die Bedürfnisse der Kunden noch besser befriedigen zu können und ihnen in jeder Form gerecht zu werden.

Anna M. Renner

 

Author: die Redaktion

Wir sind Designer, Projektmanager, Entwickler, Vertriebler, Strategen oder Traffic-Manager innerhalb der digitalen Kommunikationsagentur MOONDA. Wir teilen hier mit Ihnen unsere Überlegungen und sprechen über das, was uns inspiriert, berührt, herausfordert oder auch amüsiert.

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