Interaktivität auf Webseiten: Wie viel ist in Ordnung?

Interaktivität ist aus unserer heutigen Marketing Welt kaum noch wegzudenken. Sie hat eine enorme strategische Bedeutung für den Markenauftritt und die Kundenbeziehung. Welchen Platz hat sie im Multichannel Marketing und wann wird Interaktivität zur überflüssigen Spielerei?

Interaktive Website

Interaktivität ist Trumpf

Interaktivität ist der Kernfaktor, der das heutige Multichannel Marketing und Customer Relationship Management ausmacht: Sie zeichnet sich durch Kommunikation zwischen Marken und Konsumenten aus, die in beide Richtungen verläuft, die Aktionen und Reaktionen der beiden Lager beinhaltet.

Durch sie fühlen sich Menschen stärker involviert, sie werden motiviert und verankern Markeninhalte stärker und länger im Gedächtnis. Sie trägt wesentlich zum Markenimage bei und ermöglicht eine stärkere Differenzierung zu Konkurrenzangeboten.

Interaktivität im digitalen Multichannel Marketing

Die digitalen Medien und das Internet haben Interaktivität zur Normalität gemacht, und gleichzeitig ist sie ihre wohl größte Stärke. Dabei kann man zwischen zwei Dimensionen unterscheiden:

  1. Interaktivtität einer Marke durch menschliche Kommunikation, bei der digitale Tools eine Übermittlerrolle spielen, zB. bei E-Mails, Social Media oder Telekommunikation
  2. Interaktivität von Online Tools, so zum Beispiel in E-Commerce Websites wie Amazon.de, der Kunden je nach Interessen und Suchverhalten verschiedene Angebote anbietet. Aber auch das Prinzip von Gamification im Marketing baut grundlegend auf Interaktivität auf.

Interaktivität auf Webseiten

Webseiten stehe heutzutage im Mittelpunkt des Multichannel Marketing einer Marke. Doch haben Besucher von Webseiten heutzutage längst nicht mehr dieselben Erwartungen wie noch vor 10 Jahren. Ein hoher Grad an Interaktivität ist nötig um die Besucher so lange wie möglich auf der Webseite zu halten, zu bestimmten Handlungen innerhalb des Customer Journeys zu führen (z.B. den Einkauf), und ihn auch wiederkehren zu lassen. Dies ist möglich, wenn die Website sich den individuellen Bedürfnissen und Vorlieben des Nutzers anpasst.

Die Website dementsprechend aufzubauen liegt nicht nur in der technischen Kompetenz, sondern auch im Design, in der Ergonomie und im Marketing.

Das Institut für Marken- und Kommunikationsforschung in Gießen hat eine Studie zur Wirkung interaktiver Markenauftritte im Internet veröffentlicht. Sie zeigt: Markenauftritte mit vielen Interaktionsmöglichkeiten bei Kunden zu lebendigeren und komplexeren inneren MarkenimageDie interaktive Auseinandersetzung mit einem Markenauftritt beeinflusst die Einstellung zur Website und die Verhaltensintention zur Marke signifikant positiv.

Wie viel Interaktivität ist in Ordnung?

In einem zunehmend komplizerten Multichannel Umfeld aus verschiedenen Marketing Kanälen und Technologien, versuchen viele Unternehmen um jeden Preis das Image einer modernen Marke etablieren zu wollen und verlieren dabei schnell das Ziel aus den Augen. So wird der Mehrwert, der nur durch situationsgemäße und gezielte Konzipierungen erreicht werden kann, oft leider verfehlt.

Bei interaktiver Kommunikation kommt es darauf an, Tools richtig auszuwählen und den Zielgruppen entsprechend anzupassen. Daher ist es entscheidend, wie auch im Produkt oder Retail Marketing, sich den Bedürfnissen der Nutzer anzupassen.

Effizient (und rentabel) wird Interaktivität erst, “wenn die durch eine interaktive Ausgestaltung ausgelösten positiven Effekte bei den Websitebesuchern mit einem geringen finanziellen und personellen Mitteleinsatz sowie ohne kostspielige und überflüssige Spielereien erzielt werden.” (Dr. Greg Kiss, Autor der Studie, Gießen)

Author: die Redaktion

Wir sind Designer, Projektmanager, Entwickler, Vertriebler, Strategen oder Traffic-Manager innerhalb der digitalen Kommunikationsagentur MOONDA. Wir teilen hier mit Ihnen unsere Überlegungen und sprechen über das, was uns inspiriert, berührt, herausfordert oder auch amüsiert.

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