Über Pinterest in den Point of Sale: Reverse Showrooming

Pinterest reverse showrooming

Das Foto-Netzwerk Pinterest gewinnt an Bedeutung für den Einzelhandel: Das so genannte “Pinning” bringt Konsumenten in den Laden und beeinflusst sogar ihre Kaufentscheidungen.

Kürzlich erhobene Daten von Vision Critical aus dem Harvard Business Review fanden heraus, dass 21% der Pinterest Nutzer einen Artikel in einem Laden gekauft haben, nachdem sie dieses auf der Seite gepinnt, gerepinnt oder geliked haben.

Vision Critical’s Studie schlußfolgert demnach, dass Social Media nicht nur für Image-Kommunikation und Beziehungsmarketing eingesetzt werden kann, sondern sich mittlerweile auch zum Commerce-Driver entwickelt hat.

Pinterest reverce showrooming

Pinning treibt Verkäufe an

9 % der Käufe von gepinnten Artikeln finden innerhalb von 24 Stunden statt. Das zeigt eine weitere interessante Studie in der Infografie von SocialBarrel.

• 32% der Käufe geschehen innerhalb einer Woche: Somit ist Pinterest der Kickstart für die Entdeckungs- und Beachtungsphase im Customer Journey.

• 59% der Käufe passieren in der zweiten Woche, und noch bis zu 2 Monaten danach: Bei Pinterest gesehen Produkte bleiben stark im Gedächtnis.

Wie kamen die Konsumenten überhaupt zu den Produkten bei Pinterest?

Der Studie zufolge, zogen 50% der Objekte die Aufmerksamkeit der Nutzer auf sich, während diese nebenbei bei Pinterest stöberten.

  • 24% auf einer Seite eines Unbekannten
  • 19% auf der eines Freundes
  • und 7% auf der eines Händlers
  • weitere 10% kamen von Pinterest Suchanfragen

Reverse Showrooming vs. Showrooming

Diese Zahlen bezeugen die Macht von Pinterest: ein von Konsumenten erstellter digitaler Kaufkatalog, welches andere Konsumenten durchblättern können um neue Ideen zu gewinnen. Vision Critical beschreibt dies als Teil eines neuen weitläufigen Phänomens, namens “Reverse Showrooming“, bei dem die Konsumenten online nach Produkten suchen und anschließend den lokalen Laden für den finalen Kauf aufsuchen.

Damit unterscheidet sich “Reverse Showrooming“ vom „Showrooming“, bei dem sich Kunden am POS über Produkte informieren und letztendlich dort im Internet kaufen, wo sie den günstigsten Preis erhalten.

Social Commerce vs. E-Commerce

Im Gegensatz zum traditionellen Showrooming welches von den E-Commerce Giganten angespornt wird, hat das Reverse Showrooming seine Wurzeln im Social Media bzw. Social Commerce: Hier kaufen die Konsumenten nicht im letzten Schritt das preisgünstigste Produkt online bei Amazon oder eBay. Vielmehr lassen sie sich zu Beginn online auf sozialen Netzwerken wie Pinterest von Bildern, Videos und Empfehlungen von Freunden und Unbekannten in ihrer finalen Kaufentscheidung beeinflussen und inspirieren, welche sie letztendlich für den Kauf in den stationären Laden führen. Die “Social Media Variante” des Digital In-Store!

Wenn Sie das Thema interessiert, lesen Sie auch unser Whitepaper In fünf Schritten zu mehr Kunden am POS!

Author: die Redaktion

Wir sind Designer, Projektmanager, Entwickler, Vertriebler, Strategen oder Traffic-Manager innerhalb der digitalen Kommunikationsagentur MOONDA. Wir teilen hier mit Ihnen unsere Überlegungen und sprechen über das, was uns inspiriert, berührt, herausfordert oder auch amüsiert.

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