Website im Vertriebsnetz: Die Handwerker gehen online!

Ein professioneller Internetauftritt – für große Marken eine Selbstverständlichkeit. Bleibt jedoch die Frage, wie kann markengetreue Website-Gestaltung im Händlernetz umgesetzt werden?

Während es in der Automobilbranche Gang und Gebe ist, dass Retailer mit einer zentral vom Hersteller gesteuerten Website ausgestattet werden, scheint es in anderen Branchen kein klares Muster zu geben. So etwa im handwerklichen Bereich. Bei Cross-Retail stellen wir Ihnen die Vor- und Nachteile der verschiedenen Lösungen zur Website-Erstellung vor.

Drei Varianten des Internetauftritts Handwerksbetrieben:

1. “Do It Yourself” Homepages

Do-it-yourself Website

Als erste Lösung findet man im Internet Online-Service Angebote zur “Do It Yourself” Website. Viele darunter sind kostenlos, andere weniger preisgünstig. Doch sollte man sich bei Wahl dieser Option bewusst sein, dass nicht jede Umsetzung möglich ist.

Beispielsweis ist die Designauswahl dieser Angebote meist sehr beschränkt. Um das Image des Betriebes zu bewahren, sollte man daher nicht unbedingt auf eine „Billig-Version“ zurückgreifen (Z.B. http://www.handwerker-bietigheim.de/ oder http://www.aheld-handwerker.de).

Inhalte wie Texte, Bilder oder Sonderangebote stellt man in der Regel selber ein. Insgesamt ist der Kunde auf sich selbst angewiesen. Und der Kundenservice kann dem User hierbei schnell Probleme bereiten (kostenpflichtige Hotlines, lange Wartezeiten). Dementsprechend muss ein Handwerksbetrieb viel Zeit und Energie in seine Website stecken.

Zudem muss der Händler sich eigenständig um eventuell anfallende Modernisierungs- oder Wartungsarbeiten bemühen und auf die Aktualität seiner Inhalte achten. Da hierfür oftmals die Zeit fehlt, leidet das Webangebot oft unter mangelnden Updates. (Z.B. nicht mehr gültige Angebote,  etc.)

Um einen Kunden im Web professionell zu überzeugen, reichen diese kostengünstigen Servicepakete daher meist nicht aus. Nur wer massiv eigene Zeit investiert und große Photoshop-Affinität hat, wird eine für den Nutzer interessante Webpräsenz erstellen können.

2. In Eigenregie mit einer Webagentur

Beauftragt ein Handwerksbetrieb eine Webagentur mit der Erstellung einer eigens nach seinen Wünschen gestalteten Website, dann bekommt er zwar einen maßgeschneiderten Auftritt, muss aber tiefer in die Tasche greifen.

Als Gegenleistung hat er, je nach Agenturgröße, einen qualifizierten Ansprechpartner, der ihm zur Verfügung steht. Die Inhalte und deren Aktualität unterliegen aber auch bei diesem Modell allein der Verantwortung des Handwerkers und die Aktualisierung über eine Standard-CMS ist oftmals noch komplexer als die Nutzung einer “Do It Yourself” Website. Übernimmt die Agentur das Update der Seite, entstehen entsprechend umfangreiche laufende Kosten.

Möchte der Handwerksbetrieb hierzu Marken und Produkte auf seiner Website präsentieren, ist man bei dieser Lösung ebenso wie bei den Online-Service Angeboten mit der Frage konfrontiert, ob ein inhomogenes und gegebenenfalls auch ungepflegtes Webangebot des Vertriebnetzes nicht negativ auf eine Marke zurückfallen kann.

Eine Webagentur zu beauftragen lohnt sich also vor allem für sehr große Betriebe mit eigener IT- und Marketing-Abteilung, die grafisch die Standards der Marken respektieren können, aber Flexibilität bei der Einbindung der Webkommunikation in interne Prozesse benötigen.internetagentur_VPR

3. Unterstützung einer Handelsmarke beim Webauftritt des HandwerkersEletrotreff_VPR

Manche Marken oder Fachgroßhändler unterstützen ihre Endkunden-Händler bei ihrer Website, um die einwandfreie Darstellung ihrer eigenen Marke im Web garantieren zu können und bei diesem gleichzeitig als wichtigste Marke zu gelten, so z.B. der Großhändler  http://www.zajadacz.de (DEHA Gruppe) über das Partnerprogramm Elektroteff (siehe Bild).

Push-Web Module können dabei eine geeignete Plattform bieten.

Artikeltipp: Push-Web Module: Den Webauftritt im ganzen Vertriebsnetz managen

Bei dieser Vorgehensweie ist das Design meist zum Teil vorgeben, der Händler muss also Abstriche bezüglich der Gestaltungsfreiheit in Kauf nehmen. Jedoch gewinnt er an Zeit: da die Inhalte teilweise zentral gesteuert werden, ist gewährleistet, dass wesentliche Informationen (Produkte, Sonderangebote, etc.) stets auf dem aktuellsten Stand sind. Somit verliert der Handwerker weniger Zeit mit dem Überprüfen und Einpflegen neuer Inhalte.

Bei Angeboten, welche von der Marke zentral gesteuert werden, kann sich der Handwerksbetrieb für Modernisierung- oder Wartungsarbeiten voll auf die Marke verlassen. Er muss sich nicht selbstständig über die neuesten Standards und Trends im IT-Bereich informieren.

Preislich gesehen, kommt ihn diese Möglichkeit nicht viel teurer zu stehen, als eine Website eines Online-Services. Dies hängt unter anderem auch von der Marke ab, die den Handwerksbetrieben finanziell sehr attraktive Angebote unterbreiten kann, die z.B. über Werbekostenzuschüsse verrechnet werden können.

Webseiten, die vom Fachgroßhandel angeboten werden, können hier ebenso interessant sein. Zwar spielt die Corporate Identity des Fachgroßhandels keine große Rolle, da dieser meist für den Endkunden nicht in Erscheinung tritt, allerdings besteht die Möglichkeit einen Online-Shop mit dem Sortiment des Großhandels zu intergieren. Meistens kommt aber auch hier das Image der Marken zu kurz (z.B. http://www.elektro-kogel.de/shops/shop10002412/ oder http://www.elektrotreff.de/shops/shop10001893/ )

Deswegen kommt das durch eine Marke gesponserte Modell den Bedürfnissen eines Handwerksbetriebes am besten entgegen. Es erfordert weder ein hohes zeitliches Engagement, noch fällt es besonders teuer aus. Dennoch liefert es sowohl für die Marke als auch den Handwerksbetrieb einen hohen Mehrwert.

Vor- und Nachteile der Lösungen im Überblick

Kriterien*

Online- Serviceangebot

In Eigenregie mit Webagentur

Markenangebot

Preis

++

- -

+

Gestaltungsfreiheit

~

++

-

Aufwand bei der Erstellung

-

~

+

SEO Ranking der Website

~

~

+

Aktualität der Produktinformationen auf der Website

-

-

++

Beratung/Hilfestellung des Dienstleisters

- -

++

+

Erweiterungspotential

-

-

+

*Die Kriterien reichen von –(sehr unvorteilhaft) bis ++ (sehr vorteilhaft). Die Bewertungen sind als allgemeine Einschätzung zu verstehen, einzelne Angebote können in den verschiedenen Kategorien selbstverständlich abweichen.

Fazit:

Will der Handwerksbetrieb seinen Kunden im Web professionell überzeugen und gleichzeitig Zeit und Geld sparen, erscheint eine Website, die von einer seiner Haupt-Marken angeboten wird als die beste Lösung. Dies ermöglicht dem Handwerker nicht nur einen professionellen Webauftritt ohne viel Aufwand, sondern bietet gleichzeitig auch einen Preisvorteil. Denn von einem überzeugenden Internetauftritt profitiert die Marke ebenso wie der Handwerker.

Die Marke kann ihr Corporate Identity über das Vertriebsnetz hinweg garantieren und den Handwerksbetrieb als zusätzlichen Kommunikationskanal nutzen. In diesem Punkt sind die Markenangebote auch denen des Fachgroßhandels vorzuziehen, der die Websiten-Gestaltung des einzelnen Händlers zwar begleiten kann, aber weniger auf die Umsetzung einer professionellen visuellen Markenidentität achtet.

Wie schafft man positive Kundenerfahrungen online? Lesen Sie unseren Artikel über Customer Experience!

Author: die Redaktion

Wir sind Designer, Projektmanager, Entwickler, Vertriebler, Strategen oder Traffic-Manager innerhalb der digitalen Kommunikationsagentur MOONDA. Wir teilen hier mit Ihnen unsere Überlegungen und sprechen über das, was uns inspiriert, berührt, herausfordert oder auch amüsiert.

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